Bewusster Konsum hilft weiter

Einkaufen verändert sich. Es geht nicht mehr (nur) um den Preis – Umweltschäden und bedrohliche Weltpolitik sorgen für ein neues Bewusstsein. Ein Bewusstsein für die Arbeitsbedingungen, unter denen Rohstoffe und Produkte hergestellt werden. Ein Bewusstsein für die Konsequenzen, die die Herstellungsmethoden für die Umwelt haben. Ein Bewusstsein dafür, dass es Solidarität geben muss. Um einen guten Lebensstandard weltweit zu ermöglichen. Um den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen. Deshalb hat sich Einkaufen verändert. Und der Einkauf kann etwas ändern.

Bewusster Konsum liegt im Trend
Begriffe wie Fair Trade und Nachhaltigkeit haben längst Einzug gehalten in die Welt der Konsumenten. Mittlerweile gehören sie zum Alltag und beeinflussen unser Einkaufsverhalten. Eine neue Generation von Öko-Aktivisten ist geboren: chic, modern und trendbewusst. Das geht nun ohne belehrend erhobene Zeigefinger, ohne naturfarbene Ökoklamotten und ohne Verzicht. Es entsteht eine Generation, die bedacht ist auf ihren Einfluss auf die Welt, gleichzeitig aber auf ihren Lebensstandard nicht verzichten will.
Nachhaltigkeit und soziales Engagement sind cool geworden. Neue Sortimente vermitteln, dass faire und ökologische Produkte zu einem modernen Lifestyle passen. Design, Inhalt und Aussage passen in den neuen Erlebniskonsum und sorgen für Umsatzsteigerungen.

Die Wüstenlilie in Ecuador
Ecuador gehört zu den ärmsten Länder Südamerikas. Was dort in den meisten Gegenden fehlt, sind langfristig solide Arbeitgeber. Ein solcher ist Colonche Line. Wie kam es dazu? Das Unternehmen entsprang der Idee und dem Engagement eines einzelnen immigrierten Pfarrers in der Wüstenlandschaft Ecuadors. Aus der ländlichen Idylle der Schweiz hatte es Bischof Bertram Wick nach Colonche auf der Halbinsel Santa Elena verschlagen. Von 1991 bis 2005 war er dort als Pfarrer tätig. In dieser Zeit wurde ihm bewusst, dass die herrschende Armut nicht einfach durch Spenden gemildert werden würde. Die Menschen brauchten Arbeit und Bildung.

Heute haben sie diese. Dank der Wüstenlilie Aloe Vera. Sie wächst und gedeiht dort, wo keine andere Nutzpflanze überleben würde. Sie braucht so gut wie keine Pflege ausser Wasser. Auf diese Weise wurde die Aloe zur Basis einer in der Schweiz entwickelten Kosmetiklinie. Aloe Vera als Schlüssel zu unmittelbarer Entwicklungshilfe, dazu in Bio-Qualität, zu fairen Löhnen – ein Beitrag für eine «bessere Welt».

Der Wert des Wesentlichen
Die Kosmetiklinie des Padre Bertram funktioniert nach dem Prinzip der Fairness, unter straffer Schweizer Qualitätssicherung. Das Produktsortiment von Colonche Line ist klein und soll es auch bleiben. Es gilt die Reduktion auf das Wesentliche, sowohl in den Zusatzstoffen, als auch im Design. Die Linie bleibt ihrer Linie treu. Sie konzentriert sich auf das Ursprüngliche: Menschen etwas Gutes zu tun. Die neue Generation von Verbraucherinnen und Verbraucher will nicht möglichst viel für wenig, sondern Sinnhaftigkeit, die sonst im Leben schwer zu finden ist.

Etwas Neues schaffen
Die Erlöse aus dem Verkauf der Aloe-Produkte helfen direkt vor Ort. Die Bauern erhalten ein sicheres und gutes Einkommen. Deren Produktion ist dort Lebensgrundlage – zu fairen Bedingungen und unter Gleichberechtigung von Frauen und Männern.
Ein weiteres definiertes Hauptziel des Projektes ist das Vermitteln neuer Perspektiven: Denn grosse Teile der Einnahmen und Spenden werden in die Jugend der Gemeinde investiert. Die Finanzierung der Schulen ermöglicht den Kindern den Zugang zu Bildung und damit den Weg in eine bessere Zukunft. Diese Chancen hatten die Kinder aus diesem Teil Ecuadors zuvor gar nicht, die Infrastruktur fehlte. Colonche Line macht für die Region des Landes einen spürbaren Unterschied.

Im Einklang mit der Natur
Auch Nachhaltigkeit ist für viele ein Entscheidungsfaktor beim Einkaufen. Der Anbau von Rohstoffen ohne Bedenken für die Umwelt wird von der neuen Einkaufsgeneration zum Kaufargument. Sie informieren sich und achten auf die Herkunft der Produkte. In Colonche wachsen die Aloe-Vera-Pflanzen in Mischkulturen. Sie haben sich perfekt an die dortigen Bedingungen angepasst. Bei der Ernte werden nur die äusseren Blätter der Pflanzen entfernt. Somit bleiben die Pflanzen dauerhaft erhalten und können weiterwachsen. Ebenso schont der Verzicht auf Kunstdünger und Schädlingsbekämpfung die Umwelt.

«Doing well while doing good»
Einkaufen wird zum Akt der Unterstützung. Bewusster Konsum zur Basis des künftigen Einkaufsverhaltens. Soziale Bewegungen wissen um ihren Einfluss auf den Markt der Zukunft und müssen stärker werden. Dadurch werden Produkte wie Colonche Line zum Standard für Verbraucherinnen und Verbraucher werden.

2018-09-11T12:20:14+00:0011. September 2018|