ERFOLGSPROJEKTE

PROJEKTE

Arbeitsplätze gegen Armut

Nebst der vielfältigen Aufgabe als Seelsorger war Bischof Bertram die Bekämpfung der drückenden Armut von über 10 000 Menschen stets ein grosses Anliegen. Er wollte nicht akzeptieren, dass Menschen sterben, weil sie sich Operationen und Medikamente nicht leisten können; Kinder keine Volksschulbildung erhalten, weil es zu wenig LehrerInnen gibt; Jugendliche niemals Zugang zur Universität finden, weil sie kein Abitur machen können.

Bertram, damals noch Padre, finanzierte aus kirchlichen Mitteln 120 Häuser, baute ein VolksschullehrerInnen-Programm und eine Mittelschule auf. Auch kleinere Landwirtschaftsprojekte wurden verwirklicht. Doch schon bald wurde Bischof Bertram bewusst, dass für eine nachhaltige Entwicklung sichere Arbeitsplätze in gewinnbringenden Unternehmen generiert werden mussten.

Aloe vera macht selbstständig

2003 hatte Bischof Bertram die zündende Idee: Dass man Aloe Vera zum selbst produzierten, hochwertigen Exportgut machen könnte. Mit der Umsetzung begann eine neue Etappe in Colonches Entwicklungsgeschichte. Die Gewinne aus dem Verkauf der Pflegelinie Colonche Line ermöglichten es, das Lehrerprogramm bereits nach knapp 3 Jahren selbsttragend werden zu lassen. Und damit 270 Schulkindern eine deutlich bessere Bildungschance zu bieten.

Ein Auskommen für Familien in Ecuador

Die ursprüngliche Absicht, mit der Aloe-Produktion ein Auskommen für 100 Familien zu schaffen, hat sich leider nicht erfüllt – die Marktsituation erlaubt dies nicht mehr. Gegenwärtig werden sieben Familien voll beschäftigt. In Ernte und Verarbeitungszeiten kommen ca. 35 Familien dazu.

Heute liegt der Fokus der Ecuadorhilfe darauf, mit den Gewinnen aus dem Verkauf der Pflegelinie Colonche Line und weiteren Spenden möglichst vielen Jugendlichen eine Studienmöglichkeit zu bieten, auf dass sie besser gerüstet sind für die Zukunft.

Eine selbsttragende Mittelschule

Beim Start von Colonche Line lautete ein Ziel, die Mittelschule mit damals 150 Jugendlichen finanziell unabhängig zu machen. Inzwischen studieren 190 Jugendliche an der Mittelschule «San Alberto Magno» in Colonche. Über hundert davon sind im Ferienbeschäftigungsprojekt von Colonche Line eingebunden.

Die meisten dieser Jugendlichen könnten ohne den finanziellen Zuschuss durch Colonche Line nicht studieren. Träger der Mittelschule ist die «Congregacion colonche line Ecuador», eine Corporation, welche als gemeinnützige Gesellschaft in Ecuador registriert ist und exakt dieselben Ziele verfolgt wie die «Ecuadorhilfe Schweiz».

Krankenpflege «à la Spitex»

Im Jahr 2010 startete die Ecuadorhilfe gemeinsam mit verschiedenen Pfarreien ein neues Projekt: Einen Haus-Krankenpflegedienst für alte und behinderte Menschen, welche in den staatlichen Institutionen keine Aufnahme finden. Rund 16 angehende Pflegerinnen besuchen die Kranken einmal wöchentlich und leisten pflegerische, wertvolle Dienste.

Colonche Line finanziert die Pflegerinnen, die Pfarreien kommen für Medikamente und Pflegeartikel auf. Bereits im ersten Jahr wurden auf diese Weise über 100 kranke und vorwiegend alte Menschen betreut.

BEREITS REALISIERTE ERFOLGSGESCHICHTEN:

Arbeitsplätze im Anbau von Aloe Vera und Lemongrass

Volksschullehrerprogramm

Apotheke

Computersaal für die Mittelschule Colonche

Bau und Ausstattung der Bibliothek der Mittelschule Colonche

1’600 m² Spiel- und Pausenplatz der Mittelschule Colonche

Computer für die Grundschule «Hacia nuevos Horizontes»

Vier Studiensäle in San Marcos, der Nachbargemeinde von Colonche

Gemeinschaftssaal der Vorortspfarrei «Jesus el Buen Pastor»

Pastoralzentrum mit Studiensälen für 180 Kinder

Jugendkino / Auditorium und Büro für Beratung werdender Mütter in grossen Schwierigkeiten, sowie eine Anbetungskapelle

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